Info´s zu unseren Haarseifen

Eine kleine Info zu unseren Haarseifen / Stand 2026

Haarseife funktioniert ein wenig anders als herkömmliches Shampoo – und deshalb kann es etwas dauern, bis Du und Deine Haare Euch aneinander gewöhnt habt. Gleichzeitig gilt: Nicht jedes Haar kommt mit jeder Haarseife gleich gut zurecht. Die richtige Rezeptur und die passende Anwendung spielen eine große Rolle.

Eingewöhnungszeit

Gib Deinen Haaren ruhig ein paar Haarwäschen Zeit. Gerade zu Beginn kann es vorkommen, dass sich die Haare ungewohnt klebrig, schwer oder fettig anfühlen. Bei manchen funktioniert die Umstellung dagegen von Anfang an problemlos.

Das liegt nicht unbedingt daran, dass Haarseife grundsätzlich „schlechter“ funktioniert, sondern kann verschiedene Ursachen haben – beispielsweise die bisher verwendeten Shampoos, die Haarstruktur, die Wasserhärte, die verwendete Haarseife und natürlich die individuelle Beschaffenheit von Haar und Kopfhaut.

Und genauso wichtig: Manche Haare mögen Haarseife einfach nicht. Auch das kann vorkommen und ist völlig in Ordnung.

Überfettung bei Haarseifen

Handgesiedete Haarseifen sind – anders als klassische Shampoos – immer überfettet. Die Überfettung ist dabei in der Regel deutlich niedriger als bei unseren pflegenden Körper- und Duftseifen.

Die Überfettung beschreibt vereinfacht gesagt den Anteil an Fetten und Ölen, der nach der Verseifung nicht als Seife vorliegt, sondern als pflegender Bestandteil in der Seife verbleibt.

Für normales bis leicht fettendes Haar haben sich bei Haarseifen eher niedrige Überfettungen von etwa 2–3 % bewährt. Für trockenes oder strapaziertes Haar sowie trockene, zu Schuppen neigende Kopfhaut können etwas reichhaltigere Rezepturen mit etwa 4–5 % Überfettung geeigneter sein.

Allerdings ist die Überfettung nicht das einzige entscheidende Kriterium. Auch die verwendeten Öle und Fette, die gesamte Rezeptur, die Haarstruktur und die Wasserqualität spielen eine Rolle.

Ein Beispiel: Bei kurzem Haar, das ohnehin täglich gewaschen wird, fällt eine unterschiedliche Überfettung häufig weniger auf als bei langem, dickem oder sehr trockenem Haar.
 

Auch die Waschhäufigkeit kann sich verändern. Manche Menschen stellen fest, dass ihre Haare mit Haarseife länger frisch bleiben und sie deshalb nicht mehr so häufig waschen müssen. Das ist allerdings individuell und kein garantierter Effekt.

Die richtige Anwendung

Am einfachsten schäumst Du die Haarseife direkt im nassen Haar auf. Dazu die Seife einige Male über den Kopf bewegen und anschließend mit den Händen gründlich aufschäumen. Danach die Haare wie gewohnt waschen.

Am Anfang braucht es vielleicht etwas mehr Geduld, bis sich ein schöner Seifenschaum entwickelt. Mit ein wenig Übung klappt das aber meist schon nach wenigen Anwendungen.

Beim Haarewaschen sollte der Schwerpunkt auf der Kopfhaut und dem Haaransatz liegen. Dort sammelt sich hauptsächlich Talg und dort entsteht auch der größte Reinigungsbedarf.
 

Massiere die Seife beziehungsweise den Schaum deshalb gründlich in die Kopfhaut ein. Die Haarlängen und insbesondere die Spitzen benötigen normalerweise keine zusätzliche kräftige Reinigung. Beim anschließenden Ausspülen läuft ausreichend Seifenwasser durch die Längen.

Gründlich ausspülen

Haarseife sollte wirklich gründlich ausgespült werden. Gerade bei längerem oder dichtem Haar lohnt es sich, sich dafür etwas Zeit zu nehmen.

Manche unserer Kunden waschen ihre Haare auch zweimal hintereinander. Das kann insbesondere bei stärker fettendem Haar oder bei einer reichhaltigeren Haarseife hilfreich sein. Viele empfinden das Haar danach bereits als ausreichend gepflegt und benötigen anschließend keine zusätzliche Spülung.

Saure Rinse / selbstgemachte Spülung

Eine saure Rinse kann nach der Haarwäsche ausprobiert werden – insbesondere dann, wenn sich das Haar nach der Wäsche stumpf, rau oder schwer kämmbar anfühlt.
 

Dafür wird beispielsweise Wasser mit etwas Essig oder Zitronensaft verwendet. Eine genaue Dosierung lässt sich allerdings nicht pauschal festlegen. Lieber mit einer schwachen Mischung beginnen und beobachten, wie das eigene Haar darauf reagiert.

Die saure Rinse kann dabei helfen, das Haargefühl nach der Haarwäsche zu verbessern und das Haar leichter kämmbar zu machen. Besonders bei hartem Wasser empfinden viele Menschen eine saure Rinse als angenehm.

Wichtig: Eine Rinse ist kein Muss. Wenn sich Deine Haare nach der Haarwäsche auch ohne Rinse gut anfühlen, kannst Du sie einfach weglassen.

Auch eine sehr reichhaltige Haarseife muss deshalb nicht automatisch für schnell nachfettendes Haar ungeeignet sein. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel aus Rezeptur, Haarstruktur, Waschgewohnheiten und individueller Verträglichkeit.

Haarseife und Haarfarbe

Bei chemisch gefärbtem Haar wird häufig darauf hingewiesen, dass Haarseife die Farbe schneller verblassen lassen kann. Besonders bei blondiertem oder stark aufgehelltem Haar kann dies eine Rolle spielen, da solche chemischen Veränderungen des Haares nicht mit jeder Haarseifenwäsche gleich gut zurechtkommen.
 

Eine pauschale Aussage ist allerdings schwierig. Haare reagieren sehr unterschiedlich und auch die verwendete Haarfarbe beziehungsweise Färbemethode spielt eine wichtige Rolle.

Manche unserer Kunden stellen fest, dass ihre Farbe mit Haarseife schneller verblasst und sie deshalb etwas häufiger nachfärben müssen. Andere bemerken überhaupt keinen Unterschied.

Hier gilt deshalb: Ausprobieren und beobachten, wie das eigene Haar reagiert.

Wir selbst verwenden seit Jahren – unter anderem aufgrund unserer persönlichen Erfahrungen mit der Kopfhaut – lieber Pflanzenhaarfarben. Nach unserer Erfahrung wäscht sich die Farbe damit deutlich weniger aus. Vielmehr verändert sie sich mit der Zeit und wächst zunehmend heraus. Das ist allerdings unsere persönliche Erfahrung und keine allgemeingültige Empfehlung.

Die passende Haarseife finden

Wie bei einem Shampoo gibt es auch bei Haarseife nicht die eine perfekte Rezeptur für alle.

Mit etwas Geduld und Ausprobieren lässt sich aber oft eine Haarseife finden, mit der sich Haare und Kopfhaut richtig wohlfühlen.

Und wenn Haarseife bei Dir einfach nicht funktioniert, ist das genauso in Ordnung. Jeder Kopf ist anders – und am Ende zählt, womit Du und Deine Haare am besten zurechtkommen.

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